Meditative Wanderung des Frauenbundes

„Im Fluss des Lebens“: Unter dieses Motto hat der Frauenbund seine 2. Meditative Wanderung gestellt, die dem Flusslauf der Innerste folgte.

„Im Fluss des Lebens“: Unter dieses Motto hat der Frauenbund seine 2. Meditative Wanderung gestellt, die dem Flusslauf der Innerste folgte. Es war die erste gemeinsame Aktivität seit Beginn der Corona-Pandemie.

An der ersten Station galt es, das Blatt eines Baumes zu nehmen, in der Vorstellung die eigenen Gedanken darauf zu notieren und sie dann dem Lauf des Flusses zu übergeben. Wer stets an Gewohntem festhält, entzieht sich dem Fluss des Lebens und richtet sich am Ufer ein. Währenddessen zieht das Leben an ihm vorbei.

Zum Leben benötigen wir zwingend das Wasser und die Luft zum Atmen. Beides ist so selbstverständlich, dass wir es kaum wahrnehmen; ihre heilsame Wirkung spüren wir erst dann, wenn sie uns fehlen. Eine Atemmeditation lud zum bewussten Wahrnehmen der eigenen Atmung ein.

Ein Stück des Weges wurde geschwiegen, um die eigene Atmung und die Luft, die im Sommer herrlich nach Blumen und Sträuchern duftet, bewusst wahrzunehmen.

An der Pegelstation Innerste wurde das Wasser betrachtet. Es hat weder Geschmack noch Farbe, man schmeckt es, ohne es zu kennen, man braucht es zum Leben, es ist das Leben; es ist der köstlichste Besitz der Erde (frei nach Antoine de Saint-Exupery).

An der letzten Station stand eine kräftige Eiche mit einer prächtigen Krone und vielen Jahresringen als Sinnbild für das Leben. Diese prägen auch das Leben eines jeden Menschen. Gute und schlechte Zeiten sind hier festgeschrieben. Die Wurzeln ziehen Lebenskraft, Wasser und Nährstoffe aus der Erde und transportieren sie bis in die Krone. Die Wurzeln erden uns, geben uns Sicherheit und Halt. Ein Mensch, der solch festen Grund hat, kann wachsen wie ein Baum und nichts kann ihn so leicht erschüttern. Gott ist dieser feste Grund, der uns Halt gibt und mit allem versorgt, was wir zum Leben brauchen.

Fleißige Helfer hatten einen Rastplatz mit Sitzgelegenheiten vorbereitet. So konnten sich am Ende alle Teilnehmerinnen an ihrem selbst mitgebrachten Proviant und unter Einhaltung der Abstandsregeln unter freiem Himmel stärken. Ein Austausch des soeben erlebten Weges und auch über die eigenen Erfahrungen in der „unwirklichen“ Pandemiezeit gehörten ebenso dazu.

Text: Angela Meiners-Schmidt und Silvia Walter

Einstimmung auf den Weg

Station unter der Lavesbrücke: Loslassen ...

... und Treiben lassen

Schweigend die Natur und den Sommer mit seinen Geräuschen und Düften wahrnehmen

Atemmeditation

Die Kraft des Baumes

Verdiente Belohnung!