Fronleichnam und Pfarrfest

Auch in diesem Jahr wurde die Einladung zum gemeinsamen Fronleichnamsfest gut angenommen, 18 Ministranten schmückten den Altarraum und Pfarrer Wirz freute sich ganz besonders über die anwesenden Erstkommunionkinder.

„Worauf freuen Sie sich am meisten, wenn Sie nach Rom fahren“ – so Pfarrer Wirz zu Beginn seiner Predigt. „Auf das Essen“ habe er geantwortet und so die Fragende sichtlich enttäuscht. Gäbe es denn nichts Besseres wie zum Beispiel schöne Kirchen zu besuchen oder alte Freunde treffen?

Essen ist unverzichtbar und zwar nicht nur für den Körper, sondern auch ganz besonders für den Geist. Was nützt uns alles Schöne, wenn es nichts zu Essen gibt? Aber auch das schöne Essen am Abend wäre alleine nichts, wenn die Erlebnisse und Eindrücke (schöne Kirchen besuchen und alte Freunde treffen) nicht gewesen wären. Bei einem guten Essen können die schönen Erlebnisse und Begegnungen unser Herz erreichen und alles erst „rund“ und vollständig machen.

Was Jesus als Letztes getan hat, war mit seinen Jüngern zu essen; er hat das Brot mit ihnen geteilt beim letzten Abendmahl und bei der Begegnung mit den Emmaus-Jüngern. Er hat ihnen dabei wichtige Dinge mit auf den Weg gegeben – auch zum Stillen ihres geistigen Hungers.

„Das Wort ist Fleisch geworden“ – alles, was Jesus getan hat, ist in dieser Speise enthalten. Das himmlische Hochzeitsmahl, das auf uns wartet, beginnt schon jetzt in unserer irdischen Welt – in jeder Feier der Eucharistie.

Vor der Prozession richtete Pfarrer Wirz die Frage an die Kinder, ob sie schon einmal demonstriert hätten. Die sich dann anschließende Prozession sei auch eine Demonstration, und statt Plakaten halten wir den Herrn hoch – wir zeigen das Brot, den Leib des Herrn und unseren Glauben – demonstrativ gehen wir dafür auf die Straße.

Die Prozession führte zu vier individuell gestalteten Altären im Bereich des Kurparkes und der Kirche. Dem letzten Abendmahl (Mt 26, 26-29) war der erste Altar des Kirchortes Detfurth gewidmet. Fronleichnam erinnert an Gründonnerstag -  ohne den Schatten und die Last des Karfreitages. So wird im Hochfest des Leibes und Blutes Christi deutlich, dass die Kirche aus der Gemeinschaft mit Jesus Christus lebt und aus der Feier seines Mahles immer neue Kraft empfängt.

Der 2. Altar war inhaltlich von jungen Familien des Kirchortes Groß Düngen gestaltet und bezog sich auf das Emmaus-Evangelium. Die Jünger erkannten Jesus erst, als er das Brot mit ihnen teilte.

„Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens“ (Joh 6,35) war am 3. Altar des Kirchortes Hl. Familie zu hören. „Wer zu mir kommt wird nicht mehr hungern und wer an mich glaubt, der wird nie mehr Durst haben“

Wie das Brot den physischen Körper am Leben hält, so stillt Jesus den tiefsten geistlichen Hunger und das Verlangen nach Sinn und Erfüllung.

Der 4. Altar, unmittelbar vor der Kirche, war geschmückt mit Stefan Lochners „Maria im Rosenhag“ und  war dem Lobpreis Mariens über die Größe des Herrn bei ihrer Begegnung mit Elisabeth, dem sogenannten Magnifikat  gewidmet (Lukas 1,46-50).

Maria preist Gott als ihren Retter und rühmt sein großes Erbarmen über alle, die ihn fürchten.

Er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.

In der Kirche endete dann die Prozession mit dem sakramentalen Segen.

Auf dem sich dann anschließenden Pfarrfest konnten dann alle Gäste für sich erkunden, ob die Predigt des Pfarrers „Am meisten freue ich mich auf das Essen“ nicht nur für Rom, sondern auch für Detfurth Bestand hat. Steaks, Bratwürste, Hot-Dogs und auch vegetarische Köstlichkeiten vom Grill wurden von den fleißigen Grillmeistern angeboten.

Nach dem Essen unterhielt die Blaskapelle Egenstedt die Besucher mit traditioneller Blasmusik und moderner Popmusik, und wer es gerne etwas kühler hatte, kam beim „EisAffair“ mit Softeis, Slush-Eis und Frozen-Varianten voll auf seine Kosten. Ab 14 Uhr wurde dann die Caféteria mit einem dank zahlreicher Kuchenspenden sehr reichhaltigem Kuchenbuffet eröffnet.  

Die Kindertagesstätte St. Cosmas und Damian hatte für die Kinder eine Bastelstation mit Tattoos und Schlüsselanhängern und Spiele wie Riesen-Seifenblasen vorbereitet. Auch die großzügige Hüpfburg der Tischlerei Fricke aus Sibbesse-Adenstedt war gut ausgelastet und stets belagert.

Die Attraktion des Festes war die Ziegenherde der Familie Schube - friedlich grasten Eddy, Harry, Glöckchen, Fleckchen und Emil auf der „Tenniswiese“ unmittelbar neben dem Festgelände. Bei Bedarf wurden sie vor den Wagen gespannt und fuhren die Gäste eine Runde durch den Kurpark. Zur großen Erheiterung aller dann mit Pfarrer Wirz an Bord dann als „Detfurther Papamobil“!

Gefeiert wurde bis in den späten Abend hinein – an dieser Stelle sei ein herzliches Vergelt’s Gott allen Helfern zugerufen, die vor, während und nach dem Fest in welcher Form auch immer zum Gelingen des Festes  beigetragen haben; sei es organisatorisch, kulinarisch, musikalisch, handwerklich, kreativ ……………………………………!!!

Wir bedanken uns bei allen, die mit ihrer guten Laune und Offenheit zum Gelingen des Festes beigetragen haben. Wir freuen uns auf eine Wiederholung im nächsten Jahr!

Angela & Silvia

1. Altar: Das letzte Abendmahl

2. Altar: Das Emmaus-Evangelium

Sie erkannten Jesus erst, als er das Brot mit ihnen teilte

3. Altar: Zusage Jesus "Ich bin das Brot des Lebens" Joh 6,35

4. Altar: "Maria im Rosenhag" und das Magnifikat Lk 1,46-50

Sakramentaler Segen in der Kirche

Fleißige Detfurther am Grill

Pfarrer Wirz im "Detfurther Papamobil"

Blaskapelle Egenstedt

Hüpfburg - freundlich zur Verfügung gestellt von der Tischlerei Fricke aus Sibbesse-Adenstedt

Team Caféteria

Team Caféteria

Fröhliche Gesangsrunde