Erlebnistag für Leib und Seele

 

Um 10 Uhr begrüßte Marlis Warmbold die Teilnehmerinnen des diesjährigen Erlebnistages mit einer kurzen Morgenandacht. „Er ist`s“ von Eduard Mörike: „Frühling lässt sein blaues Band …. Frühling ja du bist‘s! Dich hab‘ ich vernommen.“ galt an diesem Morgen in besonderer Weise; das frühlingshafte Wetter lies diesen Tag zu einem ganz besonderen werden. Mit dem Dank an Gott, dass wir auch in diesem Jahr das Frühjahrserwachen mit seiner besonderen Sehnsucht und dem aufkeimenden Leben erleben dürfen, endete die Morgenandacht.

Anschließend begleitete Katharina Franz einen kleinen Teil der Gruppe zu einer sportlichen Walking-Tour in Richtung des Kirschberges. Der Rest wanderte unter Leitung von Corinna Franke gemütlich Richtung Lavesbrücke, an der Innerste und den Schrebergärten vorbei durch die nähere Umgebung.

Beim gemeinsamen Mittagessen ließen sich alle die mitgebrachten Köstlichkeiten schmecken.

Die anschließende Hörmeditation zur Entspannung unter Anleitung von Judith Rössig wurde dann spontan auf die Terrasse des Pfarrheimes verlegt. Aufgabe war es, entspannt den unterschiedlichen Geräuschen zu lauschen, die das mittägliche Treiben in Groß Düngen ausmachen. Judith Rössig regte an, diesen Tönen genau zu lauschen und zu bewerten. Was ist laut, was im Hintergrund, was ist angenehm, was stört eher?

Mit dem nun geschärften Hörsinn wurde die Gedächtnistrainerin Frau Sievers begrüßt. Die „Morgenwonne“ von Ringelnatz wurde mit Worten und Gesten eingeübt: „Ich bin so knallvergnügt erwacht. Ich klatsche meine Hüften. Das Wasser lockt. Die Seife lacht. Es dürstet mich nach lüften.“ Nach 1 bis 2 Wiederholungen gab es dann die unterschiedlichsten Gedächtnisübungen: Zahlenfolgen, Wortfindungs-Spiele, Persönlichkeiten erraten, … Die eine oder andere wird am Abend oder am Morgen danach vielleicht für sich oder gemeinsam mit Kindern das Gedicht weiter geübt haben.

Kaffee und Kuchen waren dann die anschließende Belohnung.

In der abschließenden Wortgottesfeier – ausgearbeitet von Ingrid Heim – stand der einzelne Mensch mit seinen unterschiedlichen Fähigkeiten und Begabungen im Mittelpunkt. So wie die zahlreichen Blumen – jede für sich ist schön und prächtig, aber alle zusammen ergeben das Bild unserer schönen Welt. In der Geschichte von dem „Geheimnis der Güte Gottes“ mahnte das Stiefmütterchen die übrigen Blumen „ Habt ihr vergessen, ob groß oder klein, ob stark oder schwach, jedem von uns gab der Schöpfer sein eigenes Kleid, in seinen Augen sind wir alle gleich schön. Jedem von uns schenkt er in gleichem Maße das Licht und die Wärme der Sonne. Jeden von uns tränkt er in gleichem Maße mit seinem Regen. Das ist das Geheimnis der großen Güte Gottes!“

Am Anfang des Tages zeigte sich Marlis Warmbold ein wenig enttäuscht, dass in diesem Jahr nicht so viele Frauen wie in den letzten Jahren den Tag für sich zu ihrer ganz persönlichen Entspannung nutzten. Der Verlauf des Tages versöhnte – so lud sie dann am Ende des Tages wieder herzlich zum Erleben von Leib und Seele im nächsten Frühjahr ein.

 

 

Text: Angela Meiners-Schmidt

Fotos: Angela Meiners-Schmidt und Corinna Franke